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Jahresbericht 2010 | Passen Humor und Kirche zusammen?

Humor und Kirche passt das überhaupt zusammen? Dies haben wir uns im Seelsorgerat auch gefragt, als wir die Idee hatten, das Kirchenfrauen Kabarett in die Schweiz einzuladen. Aus einer Idee wurde eine Erfolgsgeschichte. Der Kabarett-Abend in der Festhalle in Sempach war mit 500 Personen erfolgreich ausverkauft.

Die Anwesenden wurden nicht enttäuscht. Wenn fünf mutige, leidenschaftliche Damen fortgeschrittenen Alters auf der Bühne stehen, kein Blatt vor den Mund nehmen und auf humoristische Art über reaktionäre Kirchenmänner und Missstände in der Kirche herziehen – dann ist Kirchenfrauen-Kabarett. Gemeinsam ist dem Quintett, neben der Leidenschaft für die Bühne, das ungebrochene berufliche und ehrenamtliche Engagement im kirchlichen Bereich. Mit dem Hinweis auf die Schlachtkapelle in Sempach, wo auf einer Gedenktafel geschrieben steht, dass die Österreicher «abgeschlachtet» worden seien, eröffneten die Österreicherinnen den Abend. «Alles ist wahr, nichts ist erfunden. Die Kirchenmänner liefern mehr als genug Stoff für ein abendfüllendes Programm», erläutert die Kabarettistin Maria Schimpfössl. Die Gefahr, dass den Kabarettfrauen der Stoff ausgehen könnte, ist dabei nicht gegeben – wobei gleich zu Beginn festgehalten wird, dass die derzeit untersuchten Missbrauchsfälle kein Stoff für ein Kabarett seien. Es gab sonst genug Themen. «Das kann uns Kirchenfrauen noch erschüttern», hiess es daher im Eingangslied. Was folgte, waren zwei Stunden geballter Frauenpower, stimm- und wortgewaltiges Kabarett mit gesanglichen und choreografischen Einlagen, wundervoll untermalt durch das Klavierspiel von Anna Hämmerle. Thema war unter anderem der Papstbesuch in Österreich, der von Kardinal Schönborn als «Frischzellenkur für die Kirche» bezeichnet wurde. Urkomisch waren dabei Eva Fitz, Elisabeth Hämmerle, Gisela Meier, Maria Schimpfössl und Annemarie Spirk als altersmüde, schlappe Kirchenmänner. Weitere Programmpunkte waren die Aufhebung der Exkommunikation von Richard Williamson und die Piusbruderschaft, die Wiedereinführung der Karfreitagsfürbitte für die Juden durch Papst Benedikt, Bischof Elmar Fischer und seine Meinung zur Homosexualität sowie der tiefreligiöse Fernsehsender KTV Hatlerdorf. Den Programmabschluss bildete der Äbtissinnenclan, der die Kirche «prophetisch mahnt wie einst» und sich für die stark macht, die «von Herzen lieben».

Unter den Besuchern waren viele freiwillige und hauptamtliche Mitarbeitende der Kirche oder sonst mit der Kirche verbundene Personen, welche in manchen Szenen sich und andere Mitglieder der Kirche erkannten und darüber lachen konnten. Das herzhafte Lachen an diesem Abend hat viele über einige Frusterlebnisse hinweggetröstet.

Freiwilligenarbeit

Die Freiwilligen sind ein wichtiges Standbein der Kirche. An seiner Klausurtagung im Frühjahr in Hertenstein hat sich der Seelsorgerat Gedanken über die Stellung der Freiwill-gen im Kanton Luzern gemacht.
Der Seelsorgerat hat sich die Aufgabe gegeben, eine Broschüre zur Freiwilligenarbeit zu erarbeiten. Diese soll sich sowohl an die Freiwilligen, wie auch an die Hauptamtlichen wenden. Die Broschüre enthält in kompakter Form hilfreiche Tipps und Links, wo und wie man sich weiter informieren kann und ist eine Unterstützung bei der Bildung neuer Pastoralräume im Bistum Basel.

Der Rohentwurf der Broschüre wurde liegt nun vor. Zusammen mit dem Synodalrat soll 2011 eine Informationskampagne zu Gunsten der Freiwilligen durchgeführt werden. Unter dem Motto «Der Freiwilligenarbeit ein Gesicht geben» wollen wir Leute vorstellen, welche sich in verschiedenen Aufgaben als Freiwillige in den Pfarreien engagieren. Gleichzeitig möchten wir die neue Broschüre bekanntmachen und vorstellen.

Austauschtreffen für Pfarreiräte

Der kantonale Seelsorgerat und die Fachstelle Pfarreientwicklung und Diakonie der Landeskirche luden anfangs November 2010 Pfarreiräte und Pfarreirätinnen oder ähnlichen Gruppierungen zum Austausch ein. Die Abende wurden moderiert von Michaela Zurfluh Merkle.

Welches sind die Aufgaben der Pfarreiräte?

Pfarreifeste mitgestalten und unterstützen, das Pfarreiteam beraten, Ideen einbringen, besondere Akzente im Kirchenjahr setzen helfen, Brücke sein zwischen Pfarreiteam und Gemeindemitgliedern, freiwillig und mit viel Engagement Kirche sein vor Ort…. ? Wie verändert sich die Aufgabe, wenn die neuen Pastoralräume gebildet werden? Wie findet man neue Leute, die sich im Pfarreirat engagieren wollen?

Der Erfahrungsaustausch im geschützten Rahmen mit anderen Pfarreiräten soll die Arbeit in den Pfarreien befruchten und dem Seelsorgerat Einblick in die Aufgaben und aktuellen Themen in den Pfarreien geben. Gestärkt durch die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden, werden wir die Treffen 2011 weiterführen.

Start der Pastoralräume

Der Seelsorgerat hat wiedeholt die Mithilfe beim Start der Pastoralräume im Bistum Basel angeboten. Im Moment ist es zu diesem Thema ziemlich ruhig geworden. Uns fehlen konkrete Termine, wann die offiziellen Einsetzungen der Pastoralräume im Kanton Luzern stattfinden sollen. Wir möchten einen aktiven Beitrag zu den Themen; Laien im Pastoralraum und

Freiwillige im Pastoralraum leisten.

Mit der Einsetzung der Pastoralräume möchte der KSRL künftig aus jedem Pastoralraum einen Vertreter im Seelsorgerat haben.

Website

Wir haben Ende 2010 unsere Website neu gestaltet. Weitere Informationen über unsere Tätigkeiten finden Sie unter www.seelsorgerat-luzern.ch.

Der Präsident
Markus Muheim