Wo haben wir uns auch schon fremdgefühlt? Was half uns sich wieder Heimat zu schaffen?

TorbogenZu dieser Herbsttagung am Samstag, 21. Oktober 2017, 9.00 Uhr – ca. 15.00 Uhr ins Centro Papa Giovanni, Seetalstrasse 16, Emmenbrücke sind besonders eingeladen:
Kirchenräte, Pfarrei- und Pastoralraumräte, Missionare, Consiglio Pastorale der einzelnen Missionen, Pastoralteams, Mitglieder der Delegiertenversammlung der Migrantenseelsorge, Leitungen der Pfarreien und Pastoralräume

Die Erfahrung, dass wir „fremd“ sind oder uns zumindest so fühlen, haben die meisten Menschen schon mehrfach gemacht. Auf Reisen für eine kurze Zeit; nach Umzügen bis man Fuss am neuen Ort gefasst hat; als Auswanderer oder Migrantin nicht selten über viele Jahre hinweg.
Die Katholische Kirche in der Schweiz ist stark geprägt von einem hohen Prozentsatz von Gläubigen und Mitgliedern mit Migrationshintergrund. Damit sind nicht nur Menschen aus dem Mittelmeerraum gemeint.
Unsere Pfarreien, Pastoralräume und anderssprachigen Missionen hatten sich in den letzten Jahren vermehrt – und in Zukunft wohl noch stärker – mit dieser Wirklichkeit auseinanderzusetzen.
Diese Tagung will über unsere eigenen Erfahrungen reflektieren und die Besonderheiten der Anderssprachigen in unserem Kanton kennenlernen und daraus weiterführende Schlüsse für das Zusammenleben und die Zusammenarbeit ziehen.
Kirchgemeinden, Pfarreien, Pastoralräume und Anderssprachige Missionen sind in derselben Weise davon betroffen. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre Teilnahme.

Für die organisierenden Institutionen
Bischofsvikar Ruedi Heim

Tagungsprogramm
Anmeldung

Der Kath. Seelsorgerat des Kantons Luzern KSRL ladet wie in 2016 Seelsorgende, Pfarrei- und Kirchenräte und weitere interessierte kirchliche Mitarbeitende einschliesslich Ehepartner ein zu einer
Kulturreise auf die Klosterinsel Reichenau (Bodensee)

Die Kloster-Insel Reichenau ist seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe. Diekarte gut erhaltenen Kirchen der Insel bieten hervorragende Beispiele der klösterlichen Architektur des 10. und 11. Jahrhunderts und zeugen von der enormen kulturhistorischen Bedeutung des Klosters. Die restaurierten Wandmalereien in St. Georg Oberzell machen die Reichenau zu einem kunsthistorischen Zentrum der europäischen Kunstgeschichte.

Seit zehn Jahren treffen sich im «Café Grüezi» in Buchrain Menschen aus der Gemeinde und der ganzen Welt. Dafür wird das Integrationsangebot der Pfarrei und Kirchgemeinde jetzt mit dem 4. «Dank Dir!»-Preis der katholischen Kirche im Kanton Luzern ausgezeichnet.

«Pionierarbeit» sei in Buchrain geleistet worden, stellt die Jury in ihrem Bericht fest. Das «Café Grüezi» sei entstanden, lange bevor «Asyl» zu einem die Politik bestimmenden Thema wurde. Und in einer «gut situierten Gemeinde mit einem nur mittleren Ausländeranteil», in der es «möglicherweise mehr Mut und Überzeugungsarbeit» brauche, sich für Asylsuchende und Flüchtlinge einzusetzen.

Der 4. «Dank Dir!»-Preis macht am Beispiel Buchrain stellvertretend sichtbar, was in vielen Luzerner Kirchgemeinden und Pfarreien geschieht: Frauen und Männer setzen sich selbstverständlich und im Stillen für Menschen ein, die auf der Flucht in ihrer Gemeinde gestrandet sind. Das «Café Grüezi» will ihnen hier eine Ahnung von Heimat verschaffen. Getragen wird es von der katholischen Kirchgemeinde, beteiligt sind die reformierte Kirche und der «FrauenImpuls» Buchrain.

Als «Kirche» sind wir ein Leib mit vielen Gliedern. Deshalb kann z. B. das Auge nicht zur Hand sagen: «Ich bin nicht auf dich angewiesen.» (1 Kor 12,21). Und so sagt auch Bischof Felix Gmür:
„Das Gebot der Stunde für die Kirche in unserem Bistum heisst Zusammenarbeit.»

Zusammenarbeit fördern, miteinander und voneinander lernen, sich kennenlernen – dies sind Ziele der jährlichen Austausch- und Weiterbildungsabende für Präsidierende von Pfarrei- und Pastoralraumräten. Sie können auch gerne andere Ratsmitglieder delegieren.

2018 wollen wir uns über unsere Schwerpunkte im Pfarrei- bzw. Pastoralraumrat austauschen: An welchen Projekten arbeiten wir? Welches sind wiederkehrende Themen/Fragen/Anliegen? Wofür verwenden wir am meisten Zeit und Energie? Was macht am meisten Freude? Wo bräuchten wir Unterstützung?

Betroffen über die täglichen Nachrichten von Krieg, Terror, Flüchtlingselend oder Verfolgung fragt sich der KSRL, welche Zeichen für Frieden und Solidarität möglich sind. Schweigen für den Frieden, vor der Jesuitenkirche Luzern, Dezember 2012   Wiederholt wurde in der Stadt Luzern ein halbstündiges „Schweigen für den Frieden“ auf dem Kornmarkt durchgeführt. Im Gespräch mit den bisherigen Organisatoren ergab sich die Option, für solche Zeichen weitere Personen bzw. Organisationen zu gewinnen, um ein „Schweigen für den Frieden“ auch in anderen Regionen und Orten des Kantons mit einem einheitlichen Transparent durchzuführen.

Der KSRL bittet Interessierte aus Pfarreien, Pfarreiräten oder anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen sich beim Präsidenten des KSRL, Mail oder  Tel. 041 930 12 11, zu melden.

Die nächsten Termine für ein Schweigen für den Frieden auf dem Kornmarkt Luzern entnehmen Sie aus dem Flyer.